Am morgigen Donnerstag, den 29. Januar um 16.30 Uhr, wird der Europarat über eine Resolution abstimmen, die die Mitgliedsstaaten auffordert, alle Maßnahmen zur Veränderung von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität zu verbieten.
Das Verbot beträfe auch psychotherapeutische Beratung, Seelsorge und elterlichen Rat, die dabei undifferenziert mit Gewalt- und Zwangsmaßnahmen in einen Topf geworfen werden.
Die Verbotsgesetze sollen in Anti-Diskriminierungs- und LSBT-Inklusionsstrategien inklusive Monitoring- und Meldestellen eingebunden werden. Dafür soll mit LSBT-Lobbygruppen kooperiert werden, Schulungen sollen durchgeführt und Beratungsstellen eingerichtet werden.
Verpflichtende (!) „ganzheitliche Sexualerziehung“ in Schulen soll die sexuelle und geschlechtliche „Vielfalt“ vermitteln und Kindern helfen, die Versuche von Konversionstherapien zu „identifizieren und denunzieren“.
Das würde sich auch gegen die eigenen Eltern richten: Denn der Hintergrundtext betont, das Erziehungsrecht der Eltern sei durch die Interessen des Kindes beschränkt. Aber wer definiert diese Interessen? In jedem Fall werden Kinder massiv durch die geforderten Propagandamaßnahmen im Sinne der LSBT-Lobby beeinflußt.
Einfallstor für Pädophile?
Die Resolution geht zudem weit über das 2020 in Deutschland beschlossene Verbotsgesetz hinaus: Das deutsche Gesetz nimmt von seinem Verbot „medizinisch anerkannte Störungen der Sexualpräferenz“ aus, worunter z.B. Pädophilie, Masochismus und Exhibitionismus fallen.
Die Resolution macht diese Ausnahme nicht. Damit könnten künftig also sogar Pädophile unter Berufung auf die Resolution gegen Maßnahmen mobil machen, die die Heilung ihrer sexuellen Störung bezwecken.
Der Jurist Dr. Felix Böllmann stellt im Tagespost-Kommentar fest: „Psychiater, Eltern, Mitglieder von Religionsgemeinschaften und viele andere werden eingeschüchtert. Besonders schwer wiegt der Eingriff in Meinungs-, Religions- und Gewissensfreiheit: Bestimmte Überzeugungen zu Sexualität und Geschlecht werden als ‚falsch‘ etikettiert und sollen praktisch verdrängt werden“.
Jetzt Europarat-Mitglieder anrufen
Der Europarat ist eine von der EU unabhängige Organisation. Die Parlamentarische Versammlung setzt sich aus nationalen Abgeordneten zusammen. Ihre Resolutionen sind rechtlich nicht bindend, aber Regierungen, Parlamente und Gerichte können sie als Entscheidungsgrundlage heranziehen. Daher wäre die Resolution ein fatales Zeichen gegen Elternrecht und Therapiefreiheit.
Rufen Sie daher bitte noch heute die CDU/CSU- und AfD-Mitglieder und ihre Stellvertreter der Parlamentarischen Versammlung des Europarats an.
Fordern Sie sie auf, morgen Nachmittag gegen die Resolution zum Verbot von Konversionstherapien zu stimmen. Wir haben in dieser Liste die Kontaktdaten der 20 Abgeordneten für Sie zusammengestellt.
