Landtagswahl von Sachsen-Anhalt: Familienpolitik

Wir haben die wichtigsten familien- und bildungspolitischen Aussagen der Parteien aus ihren Wahlprogrammen für die Landtagswahl von Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 zusammengetragen und hier in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt.

Von den acht Kleinparteien haben vier (Die Basis, Freie Wähler, Tierschutzpartei, Volt) kein Landeswahlprogramm, aber belegbare Bundes- bzw. Grundsatzpositionen; diese sind gekennzeichnet aufgeführt. Die übrigen vier äußern sich zu den Themen nicht bzw. haben kein auffindbares Programm

AfD

Elternrecht

  • „Um die Rechte der Kinder, aber auch der Eltern gegen einen übergriffigen Staat zu verteidigen, werden wir deshalb die Elternrechte in die Landesverfassung schreiben. Damit wird dem Recht der Eltern auf die Erziehung ihrer Kinder die nötige Würdigung zuteil. Der Landesverfassung soll ein neuer Absatz 1a im Artikel 11 hinzugefügt werden.“
  • „Wir werden deshalb in Anlehnung an das österreichische Modell eine Wahlfreiheit zwischen Schul- und Hausunterricht schaffen. Bedingung ist allerdings, dass der Hausunterricht die gleichen Qualitätsstandards erfüllt wie der Schulunterricht. Alle Kinder, die zuhause unterrichtet werden, müssen zur Kontrolle des Lernfortschritts halbjährlich zentrale Prüfungen ablegen. Bleibt ein Kind zurück, muss es wieder an die Schule. Das Recht auf Hausunterricht ist als Elternrecht zu begreifen, die Bildung der Kinder als Pflicht und der Schulbesuch als Angebot, das der Staat vorhalten muss, das die Eltern jedoch nicht zwangsläufig annehmen müssen.“

Kinderrechte

  • „Hinter der wohlklingenden Forderung, sogenannte „Kinderrechte“ in der Verfassung zu verankern, verbirgt sich nichts anderes als der Versuch, staatliche Eingriffe in das Familienleben zu erleichtern und den Eltern die Erziehungshoheit streitig zu machen – bis hin zur Kindesentziehung. Als Vehikel sollen ohnehin grundgesetzlich geschützte Menschen- und Persönlichkeitsrechte herhalten.“

Sexualerziehung

  • „Vielmehr werden die verschiedensten Ausprägungen nichtnormaler Geschlechtsidentitäten oder abseitiger sexueller Vorlieben geradezu beworben und bei Kindern im Kindergarten- oder Grundschulalter ins Bewusstsein gerückt. Das ist übergriffig und geht zu weit! Sexualerziehung ist eine Domäne der Eltern. In der Kita ist die Familie aus Mann und Frau zwanglos als Normalform des Zusammenlebens vorauszusetzen und die Zweigeschlechtlichkeit des Menschen als biologische Tatsache zu achten.“

LSBT

  • „Die Regenbogenflagge wird ungeachtet anderweitiger Verwendungen in ihrer langen Geschichte mittlerweile fast ausschließlich als Symbol der LQBTQ-Bewegung verwendet und verstanden. Die LQBTQ-Bewegung wiederum nimmt die angebliche Vertretung der Interessen nicht heterosexueller Menschen zum bloßen Vorwand, um in Wahrheit die tradierte Normalität, die wir für die gedeihliche Entwicklung unserer Gesellschaft brauchen, zu zerstören. Dergleichen hat an Schulen nichts verloren. Die Schule muss den Kindern vielmehr die normale Familie bestehend aus Mann und Frau, aus der Kinder hervorgehen, als Vorbild vermitteln. Das Anliegen der LGBTQ-Lobby steht dem konträr entgegen. Wir werden deshalb durch entsprechenden Runderlass sicherstellen, dass von schuloffizieller Seite keine Regenbogenfahne mehr gezeigt wird.“

Ehe

  • „Generell gilt: Unsere Gesellschaft braucht wieder klare Normen und Vorbilder. Ein Bekenntnis zum eigenen Land und eine Identifikation mit unserer Kultur dürfen nicht mehr als verdächtig, sondern müssen wieder als völlig normal und selbstverständlich gelten. Die Ehe aus Mann und Frau, aus der Kinder hervorgehen, muss durch die Politik als normative Normalität anerkannt und besonders gefördert werden.“

Familie

  • „Politisches Handeln in Sachsen-Anhalt muss stets dem Anspruch der Familienfreundlichkeit gerecht werden. Gesellschaftspolitische Steuerungsinstrumente, die nicht nur kostspielig sind, sondern auch verschiedene Teile unserer Gesellschaft gegeneinander auszuspielen versuchen, werden wir abschaffen. So werden wir etwa den „Gleichstellungsbeauftragten“ durch einen „Familienbeauftragten“ ersetzen. Zu seinen Aufgaben gehören die Bewertung der Auswirkungen allen staatlichen Handelns auf die Geburtenrate und die Weiterentwicklung familien- und kinderfreundlicher Maßnahmen.“
  • „Neue Regelungen und Verordnungen, aber auch bestehende Gesetze, müssen auf ihre Familien- und Kinderfreundlichkeit hin geprüft werden. Sachsen-Anhalt kann nur dann zum Familienland werden, wenn jegliche Anstrengung unternommen wird, Familien zu entlasten, zu unterstützen und bestehende Belastungen abzubauen.“
  • „Wir werden deshalb mit unserem familienpolitischen Maßnahmenkatalog sicherstellen, dass Kinder in Sachsen-Anhalt nicht zu einem finanziellen Risiko werden. Daneben werden wir eine breit aufgestellte Unterstützungsstruktur für ungewollt Schwangere schaffen. Bereits in der Schwangerenkonfliktberatung ist den Frauen ein gesondertes schriftliches Verzeichnis der in ihrem konkreten Fall möglichen organisatorischen und finanziellen Unterstützungsleistungen einschließlich der jeweiligen Anlaufstelle zu übergeben.“
  • „Zur weiteren Entlastung der Familien werden wir ein landeseigenes Kindergeld einführen. Dieses „Familiengeld“ soll insbesondere Mehrkindfamilien finanziell stärken. Ab Geburt erhalten Eltern für ihr erstgeborenes Kind monatlich 50 Euro, für ihr zweitgeborenes Kind monatlich 150 Euro und für jedes weitere Kind 250 Euro. Dabei entsprechen die Bezugsvoraussetzungen den Voraussetzungen des Baby-Begrüßungsgeldes.“
  • „In den letzten Jahrzehnten wurden resultierend aus dem Verfall der Familienstrukturen mehr und mehr Aufgaben, die zuvor in den Familien bewältigt wurden, vom Staat übernommen. Da der Staat sich damit systematisch überfordert hat, wollen wir die Familien wieder als Institution sozialer Hilfe stärken. Funktionierende Familien machen Schulsozialarbeiter überflüssig, wirken einer Überlastung der Altenheime entgegen und bringen tüchtige junge Menschen hervor, die ihren Lebensunterhalt selbst verdienen.“
  • „Die Familie ist nicht nur die Keimzelle der Gesellschaft, sondern auch der einzige Garant einer lebenswerten Zukunft. Nur aus der Verbindung von Mann und Frau gehen Kinder und damit kommende Generationen hervor.“
  • „Familie auch unter dem besonderen Schutz unseres Grundgesetzes. Wir sprechen uns daher klar gegen die staatliche Bewerbung und Förderung alternativer Lebensentwürfe aus. Wenn einzig und allein die Familie unter dem besonderen Schutz des Staates steht, ist das keine Diskriminierung, weil die Maßnahme durch eine Fülle von Sachgründen legitimiert ist. Der Schutz und die Sonderstellung der Familie aus Vater, Mutter und Kindern ist daher beizubehalten und als gesellschaftspolitisches Ziel zu formulieren, um die Zukunft und den Fortbestand unseres Volkes zu garantieren.“
  • „Ein stabiles Umfeld, eine intakte Familie bestehend aus Mutter, Vater und Kindern, ist erwiesenermaßen die beste Voraussetzung für eine gute und gesunde Kindesentwicklung. Unabhängig davon erkennen wir selbstverständlich die Leistung von Alleinerziehenden an und unterstützen diese bestmöglich bei der Erziehung ihrer Kinder. Jedem Versuch jedoch, unter dem Deckmantel von Progressivität sogenannte „Einelternfamilien“ als normalen, fortschrittlichen oder gar erstrebenswerten Lebensentwurf zu propagieren, stellen wir uns entschieden entgegen.“
  • „Dieser perverslinke, radikal feministische und individualistische Ungeist zersetzt dabei nicht nur traditionelle Familien- und Rollenbilder, er leugnet und kriminalisiert selbst biologische Tatsachen. Individuelle Gefühlswelten werden zum Maßstab staatlichen Handelns, und ihre Anerkennung ist mittlerweile gegen jede offenkundige Wirklichkeit juristisch erzwingbar.“
  • „Wir werden im Rahmen der #deutschdenken-Imagekampagne mit dem Stolz-Pass den Familien kostenlosen Zugang zu bedeutsamen Kulturstätten schaffen. Alle in Sachsen-Anhalt lebenden Familien mit mindestens einem Kind sollen Burgen, Schlösser, Museen kostenfrei besuchen können.“
  • „Unter dem Deckmantel der Toleranz nehmen perverslinke Fanatiker die Seelen unserer Kinder ins Visier. So wird beispielsweise im Rahmen eines Aktionsplanes der Landesregierung mittels eines sogenannten Kita-Koffers der „Normalitätsbegriff der Familie ein Stück weit hinterfragt“, wie die Verantwortlichen selbst freimütig erklären.“

Schwangerschaftsabbruch

  • „In Deutschland werden jährlich ca. 100.000 Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen. In Sachsen-Anhalt wurden seit 2020 jedes Jahr über 3.000 Kinder abgetrieben. Ein medizinischer oder kriminologischer Grund lag dabei in gerade einmal vier Prozent der Fälle vor. Neben persönlichfamiliären Gründen stellt ein mögliches wirtschaftliches Risiko eine der Hauptursachen für die Entscheidung zum Abbruch der Schwangerschaft dar.“
  • „Wir halten an dem gesellschaftlichen Kompromiss fest, wonach die Menschenrechte, insbesondere das Recht auf körperliche Unversehrtheit, auch für ungeborenes Leben gelten. Eine Regelung des Schwangerschaftsabbruchs außerhalb des Strafgesetzbuchs mit allen dazugehörigen politischen Implikationen lehnen wir ab. Gesetzesinitiativen auf Bundesebene werden wir im Rahmen unserer Einflussmöglichkeiten, beispielsweise im Bundesrat, entgegentreten.“
  • „Steigende Abtreibungs- und sinkende Geburtenraten hängen auch damit zusammen, dass sexuelle Abweichungen und nichtreproduktive Lebensweisen mittlerweile mehr Akzeptanz genießen und offensiver beworben werden als die normale Familie aus Mann und Frau, aus der Kinder hervorgehen.“

Smartphone-Nutzung

  • „Alle neutralen Studien zum Einsatz digitaler Unterrichtsmedien in Vergleich mit konventionellem Unterricht ergeben entweder, dass der digitale Unterricht keinen Vorteil bringt, oder weisen sogar nach, dass die Ergebnisse im digitalen Unterricht schlechter sind. Wir vertrauen in diesem Zusammenhang auf die Erkenntnisse des Hirnforschers Manfred Spitzer. Allein durch den Umgang mit Smartphone und Tablet erwirbt niemand die Kompetenzen, die dafür notwendig sind, solche Geräte zu konstruieren – im Gegenteil. Der Einsatz digitaler Medien beeinträchtigt die Konzentration, die Merkfähigkeit und die sprachliche Artikulationsfähigkeit.“
  • „Hinzu kommt, dass, wie jetzt erste Vorstöße aus dem Bildungsministerium zeigen, man auch deshalb so viel Wert auf die Ausstattung der Klassen mit digitalen Tafeln gelegt hat, weil diese Tafeln die Möglichkeit bieten, menschliche Lehrer durch Künstliche Intelligenz zu ersetzen. Diesen Fehlentwicklungen gilt es mit Entschiedenheit entgegenzutreten. Wir werden dafür Sorge tragen, dass digitale Medien im Unterricht nicht schon an der Grundschule, sondern erst an weiterführenden Schulen und dort nicht flächendeckend, sondern nur selektiv eingesetzt werden. Außerdem werden wir entsprechend den Empfehlungen der Leopoldina die Nutzung von Smartphones bis einschließlich Klasse 10 untersagen. Das Buch, das Hausaufgabenheft und die Schultafel müssen die Hauptmedien des Unterrichts bleiben.“

Kinderwunschbehandlung

  • „Viele Paare in Deutschland bleiben trotz Kinderwunschs ohne eigenen Nachwuchs. Statistisch betrachtet waren noch nie so viele Paare ungewollt kinderlos wie heute.“
  • „Für reproduktionsmedizinische Maßnahmen wie etwa eine künstliche Befruchtung müssen Paare aber die Hälfte der Kosten selbst tragen. Das kann nicht sein!“
  • „Wir werden auf Bundesebene darauf hinarbeiten, dass die Krankenkassen sinnvolle und aussichtsreiche reproduktionsmedizinische Maßnahmen als Regelleistungen übernehmen und diese Lücke mit landeseigenen Unterstützungsangeboten übergangsweise schließen. Weiterhin werden wir kinderlosen Paaren die Adoption erleichtern, solche Paare bei der Zuteilung von Adoptivkindern priorisieren und bei ungewollt Schwangeren für die Möglichkeit der Adoption als Alternative zur Abtreibung werben.“

Geschlecht

  • „Immer mehr Kinder leiden unter einer sogenannten „Geschlechtsdysphorie“, also einer Störung, sich nicht mit dem eigenen Geschlecht identifizieren zu können. Angefeuert wird dieser Trend durch die Translobby und Organisationen, die sich der Regenbogenideologie verschrieben haben.“
  • „Die Gendersprache mit dem großen Binnen-I („StudentIn“), X-Endungen („Professex“), Partizipialformen („Studierende“ statt „Studenten“) und weiteren befremdlichen Formen strebt danach, das Geschlecht aus der Sprache zu verbannen. Die Sprache soll eine geschlechtslose Welt schaffen. Das Geschlecht soll sprachlich nicht mehr sichtbar sein und dann auch aus der Gesellschaft verschwinden.“
  • „Solchen Visionen erteilt die AfD eine klare Absage. Wir halten an den tradierten Formen und Schreibweisen unserer Sprache fest, weil sich darin unser Denken und unsere Identität niedergeschlagen haben. Geschlechterrollen, auch und gerade in der Sprache, machen unser kulturelles Leben vielfältig und spannend. Die Genderformen erschweren außerdem das Lesen und Schreiben. Wir werden deshalb als Landesregierung Gendersprache im gesamten amtlichen Sprachgebrauch untersagen. An Schulen, Gerichten, Ministerien, in der Kommunalverwaltung und im Landtag sollen nur die bewährten traditionellen Schreibweisen der deutschen Sprache akzeptiert werden. Weiterhin werden wir eine Richtlinie zu gutem Deutsch erlassen, die alle Formen vermeidet, die durch feministische Ideologie oder Genderideologie motiviert sind, und Orientierung für gutes Deutsch bietet.“
  • „Die Gender-Politik fordert, alle Unterschiede zwischen den Geschlechtern aufzuheben. Zu diesem Zweck sollen unter anderem junge Männer gezielt in Frauenberufe und junge Frauen gezielt in Männerberufe gedrängt werden. Dem dient der sogenannte „Girls und Boys Day“. Die Altparteien sehen ein Problem darin, dass Männer kaum Grundschullehrer oder Erzieher werden wollen, und sich viel weniger Mädchen als Jungen beispielsweise für den Beruf des Polizisten interessieren. Die AfD aber sieht darin kein Problem. Wir wollen niemanden aufgrund seines Geschlechts dazu drängen, einen bestimmten Beruf zu ergreifen, oder ihn davon abhalten, nur damit Quoten erfüllt werden und überall Geschlechterparität hergestellt wird. Deshalb werden wir den „Girls- und Boys-Day“ durch einen Zukunftstag zur beruflichen Orientierung ersetzen, bei dem Jungen und Mädchen nicht in verschiedene Gruppen getrennt werden und jeder völlig frei wählen darf, was ihm gefällt.“
  • „Zwar hat sich die CDU in letzter Zeit mit Kritik am Gendern hervorgetan, konform mit den Empfehlungen des Rats für deutsche Rechtsschreibung weist sie aber nur die extremsten Formen des Genderns zurück, während sie behutsame Formen akzeptiert (beispielsweise „Studierende“ statt „Studenten“). Außerdem lässt die CDU eine grundsätzliche Kritik an den ideologischen Hintergründen des Genderns vermissen. Allein die AfD weist jede Form des Genderns zurück, bekennt sich zu unserem bewährten Sprachgebrauch und kritisiert die im Hintergrund stehende Ideologie.“

Sexualität

  • „Die AfD lehnt jede Form der staatlichen Frühsexualisierung und jedwede Indoktrination von Kleinkindern und Grundschülern im Sinne devianter Formen von Sexualität ab. Wir werden alle staatlichen Kampagnen und Programme einstellen, die Kinder vor der Pubertät mit sexuellen Themen konfrontieren.“

BSW

Kinderrechte

  • „Der Staat steht in der Verantwortung, die demokratischen Grundrechte aller seiner Bürger gleichermaßen zu schützen. Darunter fallen auch die Rechte der jüngsten Bürger unseres Landes. 1992 trat in Deutschland die UN-Kinderrechtskonvention in Kraft, doch noch immer werden die dort verfassten Rechte junger Menschen nicht vollumfänglich umgesetzt, etwa die Meinungsfreiheit oder die Versammlungsfreiheit. Das zeigen die Proteste der Jugend in den letzten Jahren wie „Fridays for Future“, die „Corona-Proteste“ oder ganz aktuell die „Schulstreiks gegen die Wehrpflicht“. Schulen, Regierungen oder Eltern versuchen teilweise, die Rechte der Schüler einzuschränken, sie zu behindern oder unter Druck zu setzen. Man muss nicht immer einer Meinung mit der Jugend sein, doch sie hat das Recht, ihre Meinung zu äußern und zu verteidigen.“

Ehe

  • „Als Partei der Vernunft und der Gerechtigkeit für Sachsen-Anhalt setzen wir uns für die Rechte aller Bürger ein – unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität. Klar ist: Menschen sind nicht gleich, ihre Rechte sind es. In diesem Sinne versteht sich das BSW als vernünftige Stimme für eine konkrete Politik im Land, die auch die alltäglichen Bedürfnisse von Minderheiten als Bürger unserer Gesellschaft wahrnimmt. Bis September 2025 wurden in Sachsen-Anhalt 1.834 gleichgeschlechtliche Eheschließungen registriert.“

Jugendamt

  • „Ziel muss es sein, dass Kinder, Jugendliche und ihre Familien in Sachsen-Anhalt bei Konflikten mit Jugendämtern oder Trägern der Kinder- und Jugendhilfe frühzeitig und zuverlässig unterstützt werden. Unabhängige Ombudsstellen können hier als „Gremium für Kinderstimmen“ wirken: Sie bieten eine niedrigschwellige Anlaufstelle, stärken die Beteiligung junger Menschen, vermitteln in Konflikten und tragen dazu bei, dass sich Situationen nicht verschärfen und das Kindeswohl gefährdet wird.“

Leihmutterschaft

  • „Wir stehen für das Recht auf reproduktive Selbstbestimmung. Die Versorgungslage beim Schwangerschaftsabbruch ist auch in Sachsen-Anhalt nicht ausreichend. Wir fordern perspektivisch die Abschaffung des § 218 StGB und verbessern zugleich auf Landesebene durch klare Versorgungsaufträge, Qualifizierung und wohnortnahe Angebote den Zugang zum Schwangerschaftsabbruch. Wir wollen Anreize für Kliniken und Ärzte schaffen, sich an der medizinischen Versorgung zu beteiligen. Gesundheitsversorgung ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Die zunehmende Ökonomisierung des Gesundheitswesens gefährdet insbesondere die medizinische Versorgung von Frauen, etwa durch die Schließung von Geburtshilfe- und gynäkologischen Abteilungen im ländlichen Raum. Gleichstellungspolitik muss deshalb den verlässlichen Zugang zu Gesundheitsversorgung unabhängig von Wohnort und Einkommen sichern. Reproduktive Selbstbestimmung umfasst das Recht auf körperliche Unversehrtheit und freie Entscheidung über Schwangerschaft und Mutterschaft. Das BSW lehnt jede Form der Kommerzialisierung von Mutterschaft und Kinderwunsch ab. Babymessen, auf denen Leihmutterschafts-Agenturen oder Vermittler werben, Kontakte knüpfen oder Verträge anbahnen, sind in Sachsen-Anhalt zu verbieten. Das Land wird im Rahmen seiner Ordnungs- und Verbraucherschutzkompetenzen entsprechende Veranstaltungen untersagen und die Durchsetzung sicherstellen. Ziel ist der Schutz von Frauen vor Ausbeutung und von Kindern vor Menschenhandel. Das BSW Sachsen-Anhalt wird dem Bundesvorstand empfehlen, sich auf Bundesebene für ein umfassendes Verbot einsetzen.“

Kita-Pflicht

  • „Unbedingt notwendig sind deshalb verpflichtende Sprach- und Politikkurse für alle nicht Deutsch sprechenden Zuwanderer, Deutschtests für Vorschulkinder, verstärkte Frühförderung von Kindern aus Einwandererfamilien und verpflichtender Kindergartenbesuch ab dem 4. Lebensjahr.“

Smartphone-Nutzung

  • „Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz an Schulen darf kein Selbstzweck sein. In der Sekundarstufe braucht es klare Regeln, die eigenständiges Denken sichern und echte Eigenleistung bewertbar halten. Neue Prüfungsformate müssen Verständnis, Anwendung und Reflexion prüfen – nicht die Nutzung von Algorithmen. Lehrkräfte brauchen dafür gezielte Aus- und Fortbildung. Digitale Geräte sind Werkzeuge, keine pädagogische Lösung. In der Grundschule lehnen wir ihren Einsatz ab, da sie den Erwerb grundlegender Fähigkeiten beeinträchtigen. Außerdem setzen wir uns für ein verbindliches Smartphone-Verbot im Schulalltag ein, um Ablenkung, Leistungsabfall, soziale Konflikte und digitale Abhängigkeiten zu reduzieren.“
  • „Ein zentrales Anliegen ist das Recht auf ein analoges Leben. Niemand darf durch Digitalzwang von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen werden. Grundlegende Leistungen müssen auch ohne Smartphone, App oder digitale Identität nutzbar bleiben. Dazu gehören unter anderem das Führen eines Bankkontos, die Nutzung des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs, die Abholung von Paketen sowie der Zugang zu Behörden und öffentlichen Dienstleistungen. Digitalisierung muss ein Angebot sein, kein Zwang.“

Geschlecht

  • „Kitas und Schulen sind Orte der Bildung und Erziehung, die vor einseitiger ideologischer Einflussnahme geschützt werden müssen. Erziehung und Wertevermittlung sind in erster Linie Aufgabe der Eltern und Erziehungsberechtigten. Staatliche und kommunale Einrichtungen dürfen keine ideologischen Konzepte zu Themen wie Geschlecht, Sexualität oder Identität gegen den Willen der Eltern einführen oder fördern. Dabei hat der Schutz von Kindern und Jugendlichen als besonders vulnerable Gruppe Vorrang.“
  • „Gleichstellung ist eine Querschnittsaufgabe. In allen Politikfeldern müssen Maßnahmen daraufhin geprüft werden, ob sie Selbstbestimmung, Teilhabe und Chancengleichheit alle Zielgruppen fördern oder behindern. Statt ideologischer Debatten setzen wir auf eine Politik, die sich an den realen Lebenslagen der Menschen in Sachsen-Anhalt orientiert. Uns geht es nicht um Symbolik, sondern um konkrete Verbesserungen: eine gute Gesundheitsversorgung, Barrierefreiheit, wirksamer Schutz vor Gewalt, faire berufliche Chancen und soziale Sicherheit.“

CDU

Familie

  • „Für uns ist die Familie der Kern jeder solidarischen Gesellschaft. Sie ist der zentrale Ort gelebter Verantwortung, verlässlicher Bindungen und der Weitergabe von Werten zwischen den Generationen. Deshalb steht sie im Zentrum unseres politischen Handelns genauso wie Kinder und Jugendliche, deren Schutz, Förderung und Teilhabe für uns Verpflichtung und Zukunftssicherung zugleich sind.“
  • „Familien stärken: Familie ist dort, wo Menschen dauerhaft Verantwortung füreinander übernehmen – zwischen Eltern und Kindern ebenso wie zwischen den Generationen. Wir setzen uns für eine Politik ein, die Familien stärkt, unabhängig davon, in welcher Form sie gelebt wird. Eltern sollen frei entscheiden können, wie sie ihr Familienleben gestalten, und dabei auf verlässliche Unterstützung zählen können. Wir wollen auf Landesebene die Rahmenbedingungen so gestalten, dass junge Menschen sich für Kinder entscheiden können und Eltern Familie und Beruf verlässlich miteinander vereinbaren können. Die flächendeckende, qualitativ hochwertige und bezahlbare Kinderbetreuung bleibt dabei ein zentrales Anliegen. Auch Paare mit unerfülltem Kinderwunsch wollen wir weiter finanziell unterstützen.“
  • „Alleinerziehende gezielt entlasten: Mehr als ein Viertel der Familien in Sachsen-Anhalt sind alleinerziehend. Viele von ihnen sind besonderen Belastungen ausgesetzt. Wir setzen uns auf Bundesebene für eine faire steuerliche Entlastung Alleinerziehender ein. Auf Landesebene werden wir Beratungs-, Unterstützungs- und Vernetzungsangebote gezielt ausbauen und den Zugang zu Hilfen vereinfachen. Soziale Netzwerke sollen gestärkt und der Zugang zu Hilfen erleichtert werden, damit auch Alleinerziehende ihren Alltag gut bewältigen können. Der Zugang zum Arbeitsmarkt ist dabei eine besondere Priorität.“

Schulpflicht

  • „Schulpflicht konsequent durchsetzen: Zentraler Bestandteil unseres Bildungssystems ist die Schulpflicht. Nur durch sie kann sichergestellt werden, dass in unserem Land jedes Kind Zugang zu einer qualitativ hochwertigen und staatlich anerkannten Bildung erhält – unabhängig von seinem sozialen Hintergrund oder seiner Herkunft.“

Kita-Jahr

  • „Das letzte Kita-Jahr zum Vorschuljahr ausbauen: Wir werden das letzte Kita-Jahr gezielt als Vorschuljahr ausgestalten.“

Geschlecht

  • „Wir bekämpfen jede Form von Gewalt gegen Frauen mit aller Entschlossenheit. Die Umsetzung der Istanbul-Konvention bleibt für uns eine zentrale Verpflichtung auf Landesebene, insbesondere in den Bereichen Prävention, Schutz und Beratung. Wir wenden uns gegen ein Genderverständnis, das die Gleichwertigkeit der Geschlechter durch Sprachregelungen auszudrücken versucht. Wir erleben dies als eine Symbolpolitik, die in der Sache nicht hilft und keine Akzeptanz in der Mehrheit der Bevölkerung hat. Die Förderung der Frauenschutzhäuser und des Landesfrauenrats wollen wir weiterentwickeln.“

dieBasis

Sexualerziehung

  • „Wir lehnen eine sexuelle Früherziehung nach Vorgaben der BZgA und WHO in Kindertagesstätten und Schulen entschieden ab. Die sexuelle Entwicklung von Kindern ist ein hochsensibler Bereich und gehört in die Verantwortung der Eltern. Einheitliche staatliche Konzepte greifen zu tief in das natürliche Schamgefühl, die kindliche Entwicklung und das Erziehungsrecht der Eltern ein.“

Familie

  • „Familie ist der erste Ort von Bindung, Fürsorge, Verantwortung und Wertevermittlung. Dennoch wird ihr gesellschaftlicher Stellenwert zunehmend geschwächt. Politische Entscheidungen, finanzieller Druck und staatliche Eingriffe führen dazu, dass Familien in ihrer Eigenständigkeit und ihrem Zusammenhalt untergraben werden. Wir setzen uns für eine Politik ein, die Familien stärkt, statt sie zu ersetzen oder zu bevormunden.“
  • „Wir setzen uns für eine grundsätzliche Aufwertung der Familie als Institution ein. Erforderlich sind verlässliche, langfristig angelegte Rahmenbedingungen, die familiäre Verantwortung ermöglichen und wertschätzen. Dazu zählen finanzielle Entlastungen, familienfreundliche Strukturen in Arbeitswelt und Gesellschaft sowie eine Politik, die das Fortbestehen der Familien unterstützt. Die Familie muss wieder als unverzichtbarer Kern der Gesellschaft anerkannt und entsprechend gefördert werden.“
  • „Der Staat greift derzeit häufig zu regulierend und kontrollierend in familiäre Strukturen ein. Wir sprechen uns dafür aus, staatliche Eingriffe in Familien auf das notwendigste Maß zu begrenzen und stattdessen auf Unterstützung, Begleitung und Bildung zu setzen. Eltern sollen durch freiwillige Bildungsangebote, Beratung und niedrigschwellige Hilfen gestärkt werden. Ziel ist es, Erziehungskompetenz zu fördern, ohne Druck oder Misstrauen auszuüben.“
  • „Der Schutz von Kindern hat höchste Priorität. Gleichzeitig darf Kinderschutz nicht dazu führen, dass Familien vorschnell getrennt werden. Wir setzen uns dafür ein, beim Jugendamt stärkere Anreize zu schaffen, Familien zusammenzuhalten, sofern das Kindeswohl nicht gefährdet ist.“

Familienpolitik

  • „Familienpolitik braucht Vertrauen, Respekt und Zurückhaltung. Eine starke Gesellschaft entsteht dort, wo Familien getragen werden.“

Ideologie

  • „Schulen und Kitas dürfen keine Orte ideologischer Einflussnahme sein. Wir setzen uns für den Schutz der kindlichen Unversehrtheit und für das Recht der Eltern ein, über Inhalte und Zeitpunkt entsprechender Bildungsangebote zu entscheiden.“

Die Linke

Queer

  • „Die Gewalttaten gegen queere Menschen haben sich vervielfacht. Im öffentlichen Raum, am Rande von CSDs oder im Internet ereignen sich immer mehr Straftaten.“
  • „In allen Stationen des Bildungs- und Erziehungsweges sollen queere Themen mitbehandelt werden. Die Lehr- und Erziehungskräfte werden wir hierzu bereits im Studium bzw. in der Ausbildung befähigen, die Curricula dementsprechend anpassen.“

Sexuelle Identität

  • „Queeres Leben ist in Sachsen-Anhalt eine Selbstverständlichkeit. Schließlich wurde 1990 in Magdeburg der bundesweit agierende Schwulenverband Deutschland (später LSVD+) ausgerufen. Umso tragischer ist es, dass in den vergangenen Jahren die Gewalt an queeren Menschen zugenommen hat. Wir wollen, dass Sachsen-Anhalt ein weltoffenes Land bleibt, das jede Person unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität anerkennt.“
  • „Wir werden: uns für eine Bundesratsinitiative einsetzen, damit der 3. Artikel des Grundgesetzes um das Merkmal der sexuellen und geschlechtlichen Identität erweitert wird, das aktuell gültige Frauenfördergesetz in einem modernen Gleichstellungsgesetz fortschreiben, das alle Geschlechtsidentitäten berücksichtigt, das Aktionsprogramm für die Akzeptanz von LSBTI+ zusammen mit der Community zu einem modernen Programm ausgestalten und mit den notwendigen finanziellen Mitteln unterstützen. An die Vorarbeit des Sozialministeriums werden wir anschließen. Hierbei sollen insbesondere Projekte im ländlichen Raum niedrigschwellig gefördert werden. Ein besonderer Schwerpunkt wird im Bereich der Jugendbildung und -hilfe sowie in der Unterstützung von Senior:innen liegen, bestehende institutionelle Förderungen, wie für die AIDS-Hilfen oder das Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt, beibehalten und weitere Vereine als Träger prüfen, die LSBTIQ+-Landeskoordinierungsstellen weiter ausbauen und ihre Sichtbarkeit erhöhen, uns für eine stabile Förderinfrastruktur einsetzen, die den Landessportbund mit den notwendigen (institutionell geförderten) Personal- und Sachmitteln für Vielfalt im Sport ausstattet, die sexuelle Bildung an Schulen durch geeignete Träger finanziell und personell unterstützen.“

Elterngeld

  • „Wir wollen: dass zur finanziellen Absicherung von Einelternfamilien und ihren Kindern der Unterhaltsvorschuss bedingungslos für alle verfügbar sein muss, die ihn benötigen, die Anrechnung des Kindergelds auf den Unterhaltsvorschuss abschaffen und dass die Kürzung des Elterngelds zurückgenommen wird, dass Alleinerziehende einen Anspruch auf 24 Monate Elterngeld erhalten, dass Betriebe Alleinerziehenden im Falle einer Notfallbetreuung eine Freistellung bei Lohnfortzahlung ermöglichen und Bund und Länder diese Maßnahmen finanziell unterstützen.“

Familie

  • „In unseren Bildungseinrichtungen haben sich Kita- und Schulsozialarbeit als unverzichtbar etabliert. Sozialarbeiter:innen begleiten und unterstützen die Lernund Entwicklungsprozesse in der Schule und sind ein wichtiges Bindeglied zwischen Schule, Familie und Jugendhilfe. Mit ihrer Hilfe können problematische Entwicklungen erkannt und angegangen werden. Zudem leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag für den Übergang zwischen den einzelnen Bildungsphasen – von der Krippe bis zur Berufsausbildung.“
  • „Frühkindliche Bildung legt die Grundlagen für spätere Bildungswege, Gesundheit und soziale Teilhabe. Kitas sind Bildungsorte, in denen Kinder in der Gemeinschaft spielen, lernen, sich ausprobieren, Fehler machen und Vertrauen in sich selbst entwickeln. Sie sind zugleich Orte der Familienunterstützung und der frühen Hilfen, gerade in sozialen Krisensituationen. Jedes Kind in Sachsen-Anhalt muss von Klein auf die bestmögliche Förderung und vor allem bestmögliche Bildung erfahren.“
  • „Für Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien wollen wir dafür sorgen, dass die Aufwendungen für Beiträge, Ausrüstung und Fahrkosten kein Hinderungsgrund für sportliche Betätigung sind. Dafür setzen wir auf Zuschüsse für Mitgliedsbeiträge, auf die bessere Verzahnung von Bildungs- und Teilhabeleistungen mit dem Vereinssport und auf die Unterstützung der Kooperationen von Schulen, Kitas und Vereinen.“
  • „Familienlernen: Sprache und Nachhilfe für Kinder in Kita und Grundschule soll in zweiter Reihe von den Eltern begleitet und diese auch mit einbezogen werden.“

Familienpolitik

  • „Die Linke steht für eine moderne, zukunftsweisende und krisensichere Familienpolitik. Familie ist dort, wo Menschen füreinander soziale Verantwortung übernehmen – unabhängig von der Zusammensetzung und Konstellation der Familie. Familienpolitik muss allen Menschen ermöglichen, ein gutes und zukunftsangstfreies Leben zu führen, und das unabhängig vom Geldbeutel der Eltern. Dafür brauchen wir in der Familienpolitik den Ausbau der Infrastruktur, eine wirkungsvolle soziale Absicherung und die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“

Schwangerschaftsabbruch

  • „Dazu gehört auch die verpflichtende Vorhaltung von Möglichkeiten zum Schwangerschaftsabbruch in Wohnortnähe und die verpflichtende Aufnahme des Themas Schwangerschaftsabbruch ins Curriculum der ärztlichen Ausbildung.“
  • „Wir wollen auf Bundesebene anstoßen: eine Reform des Umgangsrechts, um Femizide, Stalking und häusliche Gewalt zu verhindern und den Schutz von Frauen und Kindern zu stärken, die gezielte Verschärfung des Strafrechts nur dort, wo es zur effektiven Verfolgung schwerer Straftaten nötig ist, (…) die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen als Teil eines selbstbestimmten Rechts auf körperliche Unversehrtheit.“

Trans / Transgender

  • „Wir wollen: die Frauenberatungsstellen im Land stärken und zudem den Eigenanteil für Frauen, die Hilfe in einem Frauenschutzhaus suchen, abschaffen, die Akzeptanz von Trans*- Frauen in Schutzräumen, insbesondere im Online-Bereich die Verfasser von Hassnachrichten vor Konsequenzen stellen und solche verachtenden Taten verhindern.“
  • „Bars, Clubs, Theater und Treffpunkte sind bereits Orte queeren Lebens gewesen, als Homosexualität und trans*Identitäten noch stärker in der Gesellschaft verpönt waren. Wir wollen diese Orte wiederbeleben und vorhandene Strukturen stärken. Auch queere Geflüchtete sollen kulturelle Orte finden, die für ihre Bedürfnisse ausgelegt sind.“
  • „Das Gesundheitssystem schließt oft Trans*-Personen aus. Die Suche nach behandelnem Fachpersonal, die sich mit transspezifischen Problemen befassen, gestaltet sich im Land äußerst schwierig. Ebenso werden Behandlungen verweigert oder mit der Trans-Identität als Begründung nicht nur vom behandelnen Personal selbst sondern auch von den Kassen abgelehnt.“

Geschlecht

  • „Wir wollen: die rechtlichen Voraussetzungen verbessern, um auch FLINTA*-Personen ohne gesicherten Aufenthaltstitel vor geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt zu schützen, zur Kontrolle der Umsetzung der Istanbul-Konvention die Einrichtung einer staatlichen unabhängigen Monitoringstelle vorschlagen sowie eines Runden Tisches, an dem alle relevanten NGOs vertreten sind.“
  • „Jahrhundertelang wurde die Forschung an Körper außerhalb des CIS-Männlichen vernachlässigt. Das zeigt sich beispielsweise daran, dass viele Medikamente bei nicht cismännlichen Personen anders wirken und zum Teil destruktiv sein können. Daher unterstützen wir die geschlechtersensible Forschung und wollen diese ausbauen.“

FDP

Sexuelle Identität

  • „Wir zeigen null Toleranz gegen diejenigen, die Menschen wegen ihrer Herkunft, Religion, sexuellen Orientierung, ihres individuellen Lebensentwurfs oder geschlechtlichen Identität diskriminieren. Dies ist Grundsatz unserer Politik für benachteiligte Gruppen. Dazu wollen wir etwa in der Jugendarbeit und in der Schule Diskriminierung entgegenwirken und mit Aufklärung für Toleranz und Akzeptanz werben.“

Familie

  • „Wir rücken das Individuum und die persönlichen Fähigkeiten in den Mittelpunkt. Starre Geschlechterquoten lehnen wir ab. Stattdessen plädieren wir für Flexibilität, Leistungsorientierung und Entscheidungsfreiheit in allen Strukturen der Gesellschaft. Wir stehen für gleichberechtigte Erziehungs- und Erwerbsarbeit von Frauen sowie für vielfältige, selbst gewählte Familienformen.“

Schwangerschaftsabbruch

  • „Schwangerschaftsabbrüche sind in Deutschland noch immer öffentlich stigmatisiert und rechtlich kompliziert geregelt.“

Smartphone-Nutzung

  • „Das gilt für den Einsatz digitaler Medien im Unterricht wie für die Handynutzung auf dem Schulgelände. Wer Kinder und Jugendliche auf die digitale Welt vorbereiten will, braucht keine Verbote, sondern gute Unterstützungsangebote auch für Eltern.“

Geschlecht

  • „Wir machen uns dafür stark, dass die Angabe des Geschlechts nur dort in der Verwaltung erfasst wird, wo dies unbedingt nötig ist.“

Freie Wähler

Ehe / Familie / Kinderbetreuung

  • Wir stehen für eine kostenfreie Kinderbetreuung und die Privilegierung von Ehe, Lebensgemeinschaft und Familie. (Quelle: FREIE WÄHLER Bundesvereinigung, Schwerpunkte)

Familie

  • Wir wollen jungen Menschen ermöglichen, sich auch in der heutigen Zeit bewusst für Kinder, Familie, Lebensgemeinschaft und Ehe zu entscheiden. (Quelle: FREIE WÄHLER Bundesvereinigung, Schwerpunkte)

Elternrecht

  • Wir lehnen eine unangemessene staatliche Einflussnahme auf Erziehungsentscheidungen der Eltern und Sorgeberechtigten ab. (Quelle: FREIE WÄHLER Bundesvereinigung, Schwerpunkte)

LSBT

  • Das Bundestagswahlprogramm 2025 enthält das Kapitel „Vielfalt für Deutschland“ mit den Punkten „LSBTIQ*-Rechte stärken“, „Vielfalt der Familienformen anerkennen“ und „LSBTIQ*-Themen in Aufklärung und Bildung ideologiefrei integrieren“. (Quelle: FREIE WÄHLER, Bundestagswahlprogramm 2025 (Kap. „Vielfalt für Deutschland“))

Sexuelle Identität

  • Wir treten für ein Europa ein, in dem alle Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität frei leben können. (Quelle: FREIE WÄHLER, EU-Wahlprogramm)

GRÜNE

Queer

  • „Alle öffentlichen Einrichtungen sind bei der Entwicklung von Gewaltschutzkonzepten zu unterstützen. Besonderes Augenmerk legen wir dabei auf den Schutz vor queer-, frauen- und behindertenfeindlicher Gewalt.“
  • „Wir setzen uns dafür ein, institutionelle Strukturen für eine konsequente Queer-Politik in Sachsen-Anhalt auszubauen.“
  • „Strukturen und Zuständigkeiten, um die Rechte und Bedürfnisse queerer Menschen wirksam zu vertreten. Durch den Aufbau stabiler Strukturen werden die Sichtbarkeit und Gleichstellung von queeren Menschen gestärkt und Diskriminierung aktiv bekämpft.“

LSBT

  • „Eine demokratische Gesellschaft braucht eine klare Haltung gegen Hass und Ausgrenzung. Wir wollen Projekte stärken, die gegen Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, LGBTIQ*Feindlichkeit und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit arbeiten. Diese Arbeit ist keine freiwillige Zusatzleistung, sondern eine essenzielle staatliche Aufgabe, um die Demokratie grundlegend zu schützen. Sie muss professionell, langfristig und verlässlich gefördert werden.“

Familie

  • „Deshalb wollen wir Digital- und Medienkompetenz zum festen Bestandteil von Bildung machen: in Schulen, in Familienbildungsstätten, in der Jugendhilfe, aber auch in der Erwachsenenbildung, da noch immer viele Erwachsene nicht über ausreichende digitale Grundkenntnisse verfügen.“
  • „Mit dem Ausbau der Förderung der Familienzentren im Land sowie der Familienverbände schaffen wir Begegnungs- und Bildungsräume für Familien. Dafür wollen wir auch die mobile Familienarbeit ausbauen und digitale Angebote unterstützen.“
  • „Startpunkt erfolgreicher Bildungskarrieren, Kinderstuben der Demokratie und soziale Orte für die ganze Familie. Demokratiebildung soll bereits im Kindergarten beginnen. Sie soll konkret erlebt und gestaltet werden können, statt sie nur theoretisch zu vermitteln.“
  • „Wir sichern die Beitragsermäßigung für Mehrkinderfamilien dauerhaft ab, um Familien finanziell zu entlasten und allen Kindern gleiche Zugänge zu frühkindlicher Bildung zu ermöglichen.“

Schwangerschaftsabbruch

  • „Den Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen gilt es landesweit zu garantieren. Die Förderung der Schwangerschaftsberatungsstellen werden wir vollumfänglich sichern – ohne Eigenbeteiligung der Träger.“
  • „Schwangerschaftsabbrüche in der Ausbildung vermitteln und praktisch durchführen. Dies ist bei Stellenbesetzungen zu berücksichtigen.“
  • „Wir setzen uns dafür ein, dass analog zu anderen Bundesländern Hausärzt*innen in Sachsen-Anhalt Zulassungen für eine Beratung und eine Durchführung eines medikamentösen Schwangerschaftsabbruchs erhalten können.“
  • „Es gilt, die Curricula des Medizinstudiums und der Facharztausbildung zu überarbeiten, damit garantiert ist, dass angehende Frauenärzt*innen die Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen erlernen. Auf Bundesebene setzen wir uns für die Streichung von § 218 zum Schwangerschaftsabbruch aus dem Strafgesetzbuch ein.“
  • „Schwangerschaftsabbrüche dürfen nicht weiter kriminalisiert werden und sind entsprechend außerhalb des Strafrechts zu regeln.“

Antifeminismus

  • „Wir stellen uns deutlich gegen wachsende antifeministische Strömungen. Die Leipziger Autoritarismusstudien zeigen, Antifeminismus ist Teil rechter Mobilisierungsstrategien und dient als Brückenelement zwischen (extremen) Rechten und religiösen Extremist*innen.“
  • „Menschenfeindlichkeit anerkannt wird. Dazu fördern wir den Ausbau von Beratungs- und Unterstützungsstrukturen für von antifeministischer Hetze und Gewalt betroffene Personen und Organisationen.“
  • „Wir setzen uns für die Prävention und Bildung gegen Rassismus, Antisemitismus, Antifeminismus und andere gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ein. Langfristige Demokratiearbeit beginnt im Alltag: in Schulen, in Vereinen, im Netz und in der Jugendhilfe. Wir stärken Bildungsarbeit, politische Jugendbildung, Antidiskriminierungsprojekte und Programme, die demokratische Werte vermitteln. Prävention wirkt, wenn sie dauerhaft finanziert, gut vernetzt und vor Ort präsent ist.“
  • „Wir werden Fachstellen zur Täterarbeit auch in den ländlichen Regionen abseits von Halle und Magdeburg fördern und zur Deckung dieses Bedarfs auch digitale Formate und mobile Angebote prüfen. Ebenso braucht es in diesem Zusammenhang eine Ausweitung von Bildungs- und Präventionsprogrammen gegen toxische Männlichkeit und Antifeminismus an Schulen („Schulen ohne Sexismus“), in der Erwachsenenbildung und in Vereinen.“

Verhütungsmittel

  • „Verhütung darf kein Luxus sein. Wir wollen, dass junge Frauen ohne oder mit geringem Einkommen kostenlosen Zugang zu Verhütungsmitteln bekommen. Dafür soll in Anlehnung an das vormalige Modellprojekt von pro familia in Halle ein landesweites Programm aufgelegt werden.“

Trans / Transgender

  • „Wir verpflichten uns, das „Aktionsprogramm für die Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender, Transsexuellen und intergeschlechtlichen Menschen“ konsequent weiterzuentwickeln und umzusetzen. Dabei ist der kontinuierliche Austausch mit den Selbstvertretungsgremien von großer Bedeutung, um sicherzustellen, dass die Maßnahmen den tatsächlichen Bedürfnissen und Anliegen der LGBTIQ*-Community entsprechen.“

Geschlecht

  • „Chancengerechtigkeit und Vielfalt von Anfang an Wir setzen auf gezielte Schulungsmaßnahmen in Kitas, um eine geschlechterneutrale Erziehung zu fördern und stereotype Rollenbilder von Anfang an abzubauen.“

SPD

Queer

  • „Kinder und Jugendliche brauchen sichere Räume, verlässliche Unterstützung und echte Beteiligung. Sie wollen mitreden, mitgestalten und ernst genommen werden – in der Schule, im Verein, im Dorf und in der Stadt. Politik für junge Menschen gelingt dort, wo Teilhabe möglich wird, und Alltag funktioniert. Bedarfen für spezifische Beratung von queeren Jugendlichen tragen wir durch die Förderung entsprechender Beratungsstellen Rechnung.“
  • „Die Landesprogramme „Für ein geschlechtergerechtes Sachsen-Anhalt“ und „Queer leben in Sachsen-Anhalt“ werden fortgeführt, weiterentwickelt und mit verbindlichen Zielen, ausreichenden Mitteln und klarer Zuständigkeit ausgestattet.“
  • „Verwaltung und öffentliche Einrichtungen müssen Vorbild sein, wenn es um Gleichstellung und Respekt geht. Dazu gehören die Anerkennung selbstgewählter Namen und Pronomen, eine queersensible Aus- und Weiterbildung sowie eine gendersensible Sprache. Eine moderne, demokratische Verwaltung steht für Vielfalt, Offenheit und Anerkennung.“

Schwangerschaftsabbruch

  • „Frauen haben ein Recht auf reproduktive Selbstbestimmung und darauf, über ihren Körper, ihre Familienplanung und ihr Sexualleben selbst zu entscheiden. Wir unterstützen Initiativen zur Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs und ersetzen die Beratungspflicht durch einen Rechtsanspruch auf Beratung. Zur medizinischen Versorgung gehört eine verlässliche, wohnortnahe Versorgung im Bereich Schwangerschaftsabbrüche. Wir prüfen, wie öffentlich finanzierte Krankenhäuser mit gynäkologischer Leistungsgruppe zur Durchführung beitragen können. Schwangerschaftsabbrüche sollen Bestandteil des Lernzielkatalogs im Medizinstudium werden.“

Antifeminismus

  • „Der Sachsen-Anhalt-Monitor wird künftig um die Erhebung antifeministischer Einstellungen erweitert. Angesichts zunehmender rassistischer und sexistischer Haltungen unter Schülerinnen und Schülern werden präventive und demokratiepädagogische Projekte an Schulen intensiviert und dauerhaft gefördert. Schulen müssen Orte sein, an denen Respekt, Gleichberechtigung und Vielfalt aktiv gelebt und vermittelt werden.“
  • „Wir setzen uns für eine Gesellschaft ein, in der alle Menschen frei von Diskriminierung leben können. Der 8. März, der Internationale Frauentag, soll in Sachsen-Anhalt als gesetzlicher Feiertag die Bedeutung von Gleichstellung sichtbar machen. Mit einem Landes-Antidiskriminierungsgesetz stärken wir die Rechte der Betroffenen. Das Frauenfördergesetz wird modernisiert, um Gleichstellung in Verwaltung, Wirtschaft und Politik zu sichern. In Zeiten zunehmenden Antifeminismus werden Gleichstellungsbeauftragte gestärkt, ihre Rechte ausgebaut, ihre Arbeit abgesichert und mit einem eigenen Klagerecht versehen.“

Trans / Transgender

  • „Zur besseren Sichtbarmachung queerer Lebensrealitäten wird eine Studie zur Lebenssituation queerer Menschen – insbesondere von trans*, inter* und nichtbinären Personen – in Auftrag gegeben.“

Geschlecht

  • „Die landesfinanzierten Fachzentren für geschlechtliche Vielfalt werden zu interdisziplinären Versorgungs- und Beratungsstellen ausgebaut. Die Landeskoordinierungsstellen werden auf jeweils eine volle Stelle aufgestockt.“

Tierschutzpartei

Ehe / Ehe für Alle / Adoptionsrecht

  • Weder die sexuelle Orientierung noch die geschlechtliche Identität dürfen ein Grund dafür sein, Menschen zu benachteiligen oder geringwertiger zu behandeln; die vollständige Gleichstellung im Ehe- und Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare muss erfolgen. (Quelle: PARTEI MENSCH KLIMA TIERSCHUTZ, Grundsatzprogramm (Familienpolitik))

Antifeminismus / Trans / Queerfeindlichkeit

  • Wir setzen uns intersektional gegen jede Form von Diskriminierung, Gewalt, Antifeminismus, Trans- und Homophobie ein. (Quelle: PARTEI MENSCH KLIMA TIERSCHUTZ, Grundsatzprogramm)

Selbstbestimmungsgesetz

  • Die Partei begrüßt das Selbstbestimmungsgesetz ausdrücklich als wichtigen Schritt für transgeschlechtliche und nichtbinäre Personen. (Quelle: PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ (2024))

Volt

Leihmutterschaft

  • Volt fordert die Legalisierung der nicht-kommerziellen (altruistischen) Leihmutterschaft nach europäischem Vorbild. (Quelle: Volt Deutschland, Positionen / Bundestagswahlprogramm 2025)

Sexuelle Bildung / reproduktive Rechte

  • Bildungseinrichtungen und Krankenhäuser sollen Kurse und kostenfreie Informationen über sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte anbieten. (Quelle: Volt Deutschland, Positionen „Soziale Gleichberechtigung“)

Familie / Abstammungsrecht

  • Volt will queere Familien im Familien- und Abstammungsrecht gleichstellen und Eltern von Sternen- und Regenbogenkindern besser unterstützen. (Quelle: Volt Deutschland, Positionen / Bundestagswahlprogramm 2025)

Kinderwunschbehandlung

  • Fortpflanzungsmedizin darf kein Privileg für Spitzenverdiener sein. (Quelle: Volt Deutschland (2026))

Hinweis: Das Titelbild wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz generiert.

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