Wer für Ehe, Familie und das ungeborene Leben eintritt, ist für eine Brüsseler LSBT-Lobbyorganisation ein Krankheitserreger. So lässt sich zusammenfassen, was die Organisation „Forbidden Colours“ am 12. Oktober im Europäischen Parlament in ihrem „Hass-Bericht“ vorgestellt hat. „The Hate Review“ beschreibt auf 457 Seiten die wichtigsten Pro-Life- und Familienschutz-Organisationen aus 47 europäischen Ländern. Er diskreditiert sie darin als Bedrohung, die sich angeblich in jedem Land Europas „ausbreitet“. Zum Ziel setzt sich der Bericht wörtlich „die Dekontaminierung Europas“ von allen Organisationen, die sich für Lebensschutz, Ehe und Familie einsetzen, darunter DemoFürAlle.
Was der Bericht über Andersdenkende schreibt, liest sich wie das Protokoll einer Seuchenbekämpfung. Die Familien- und Lebensschutz-Bewegung Europas gleicht laut den Autoren des Berichts einer „Viruslast“, sie verhalte sich „wie eine chronische Infektion, die nie abklingt“. Das Wort „Kontamination“ zieht sich 149-mal durch den Text. Die menschenverachtende Sprache zeigt, dass hier kein Austausch von Ideen und Meinungen gesucht wird. Vielmehr sollen die als Dreck Geframten – hunderte rechtmäßig agierende Vereine und hunderttausende dahinter stehende Bürger – offensichtlich vom politischen Diskurs ausgeschlossen und letztlich vernichtet werden.
DemoFürAlle als erfolgreicher Player im Visier
Jedem Land ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Im deutschen Kapitel nimmt allein DemoFürAlle mehrere Absätze ein. Unsere Arbeit seit 2014 wird ausführlich beschrieben, was deutlich beweist, wie erfolgreich wir der ideologischen Gender-Agenda seit 12 Jahren Widerstand entgegensetzen. Der „Hass-Bericht“ ist der beste Beweis, dass Spenden an DemoFürAlle sehr gut investiertes Geld sind.
Außerdem werden der Marsch für das Leben, die Aktion Lebensrecht für Alle, die Stiftung Ja zum Leben, CitizenGO und die feministischen Frauenheldinnen angegriffen. Als Belege für unsere „Gefährlichkeit“ zählt der „Hass-Bericht“ Petitionen, Demonstrationen und Kampagnen auf.
Eine interessante Verbindung: Unter den Gutachtern der Länderkapitel findet sich auch Kerstin Thost, die Pressesprecherin des mit deutschem Steuergeld finanzierten LSBT-Lobbyverbands LSVD⁺.
Wer hinter „Forbidden Colours“ steht
„Forbidden Colours“ ist ein belgischer Verein mit Sitz in Brüssel, im Dezember 2020 ins Register eingetragen und von sechs Unternehmern ausgerechnet gemeinsam mit der König-Baudouin-Stiftung aufgebaut. Diese Stiftung, die 1976 von dem damaligen belgischen König Baudouin gegründet wurde, der als heiligmäßiger Mann gilt, ist mit einem Budget von 273 Millionen Euro die größte gemeinnützige Stiftung Belgiens, wird u.a. von der Nationallotterie finanziert und verwaltet heute auch Spendenfonds weiterer LSBT-Organisationen wie des Brüsseler Rainbowhouse.
Geschäftsführer ist Rémy Bonny, der zuvor im Büro des luxemburgischen Europaabgeordneten Marc Angel (S&D) arbeitete. Bonny koordinierte mehrfach Kampagnen gegen die ungarische Familien- und Kinderschutzpolitik unter Orbán und verfasste bereits 2023 eine Untersuchung über angebliche „Anti-Rechte-Akteure“ bei den Vereinten Nationen. Der neue Bericht ist also nicht der erste Angriff dieser Art.
Ausgerechnet der Abgeordnete Angel richtete die Vorstellung des neuen Berichts am 12. Oktober im Europäischen Parlament aus. Er ist Ko-Vorsitzender der „Intergroup on LGBTIQ+ rights“ des Europäischen Parlaments. Dadurch wird dem Bericht den Anschein des Amtlichen verliehen, es droht, dass Institutionen und Medien ihn künftig als seriöse Quelle behandeln.
Verfasser des Berichts ist Vincent Reillon, der bei „Forbidden Colours“ die Lobbyarbeit gegenüber den EU-Institutionen leitet. Vor der Europawahl 2024 empfahl ein von ihm verfasster Bericht, Kandidaten der Grünen, Liberalen, Linken und Sozialdemokraten zu wählen, weil diese Fraktionen am stärksten LSBT-Klientelpolitik betreiben.
Geld vom Staat, Stimmung gegen Familien
Als aktuellen Geldgeber nennt der Verein auf seiner eigenen Spenderseite an erster Stelle das belgische Außenministerium, dazu die König-Baudouin-Stiftung und drei Großkonzerne: den litauischen Cybersicherheitsanbieter Nord Security (NordVPN), die britische Großkanzlei Clifford Chance und den schwedischen Elektroautohersteller Polestar aus dem chinesischen Geely-Konzern.
Clifford Chance will nach eigenen Worten die „die weltweit führende Anwaltskanzlei der Wahl für LGBT+-Personen und für LGBTQ+-Belange“ sein und beriet zuletzt die deutsche LSBT-Stiftung Dreilinden der Bosch-Erbin Ise Bosch unentgeltlich bei einem Zuschuss an eine ungarische LSBT-Organisation.
Zuvor erhielt „Forbidden Colours“ bereits Geld aus dem EU-Programm Erasmus+, von der Region Brüssel-Hauptstadt und direkt von der belgischen Nationallotterie. Eine Nichtregierungsorganisation, die aus Ministeriumskassen schöpft, ist eine Pseudo-NGO. Und diese macht nun mit Steuer- und Staatsgeld Stimmung gegen Graswurzelinitiativen, die sich allein aus den Spenden engagierter Bürger finanzieren.
