Familienpolitik in der Landtagswahl von BW

Wir haben die wichtigsten familien- und bildungspolitischen Aussagen der Parteien aus ihren Wahlprogrammen für die Landtagswahl von Baden-Württemberg am 8. März 2026 zusammengetragen und hier in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Parteien, die fehlen, haben entweder kein Wahlprogramm oder darin keine familien- und bildungspolitischen Aussagen.

AfD

  • „Wir bekennen uns zum Leitbild der Kernfamilie, die aus Vater, Mutter und Kindern besteht. Gleichzeitig erkennen wir an, dass nicht alle Kinder innerhalb dieser Lebensform aufwachsen.“ (S. 32)
  • „Die AfD fordert auf Bundesebene insbesondere das steuerliche Familiensplitting, eine Rückzahlung von Rentenbeiträgen von 20.000 Euro pro Kind oder eine entsprechende Freistellung von künftigen Zahlungen.“ (S. 33)
  • „Der Erwerb von Wohneigentum soll Eltern dahingehend erleichtert werden, indem die Schuldsumme pro Kind vermindert wird.“ (S. 34)
  • „Ziel der Schwangerschaftskonfliktberatung sollte immer sein, ungeborenes Leben zu schützen und Schwangeren Alternativen zum Schwangerschaftsabbruch aufzuzeigen. Nicht zuletzt wollen wir die Möglichkeit der anonymen und vertraulichen Geburt weiter ausbauen, die Verfügbarkeit von Babyklappen in Baden-Württemberg sicherstellen und Adoptionsverfahren erleichtern.“ (S. 35)
  • „Die zunehmende Einmischung des Staates in die inneren Angelegenheiten der Familie stellt eine Bevormundung der Eltern dar und verletzt ihre elterlichen Rechte. Kinder und Jugendliche sind „gegen Ausbeutung, Vernachlässigung und gegen sittliche, geistige, körperliche und seelische Gefährdung zu schützen“ (Art. 13): Dazu gehört auch der Schutz vor einer seelischen Gefährdung durch Frühsexualisierung und Gender-Ideologie.“ (S. 36)
  • „Kinder haben ein Recht auf Bildung und der Staat ist verpflichtet, dieses sicherzustellen. Er kommt dieser Verpflichtung aber nur unzureichend nach. Deshalb wollen wir die im internationalen Vergleich sehr strenge deutsche Schulpflicht lockern und zu einer Bildungspflicht umwandeln (der Gedanke des Homeschooling), selbstverständlich mit staatlichen Leistungskontrollen.“ (S. 52)
  • „Die natürliche körperliche und seelische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen darf nicht durch hormonelle oder chirurgische Maßnahmen beeinträchtigt werden. Entscheidungen über derart weitreichende medizinische Eingriffe dürfen erst nach Erreichen der Volljährigkeit und freier, reifer Willensbildung getroffen werden, denn die Folgen sind unumkehrbar und der potenzielle lebenslange Schaden physisch wie psychisch immens. Die AfD steht entschieden gegen die Verbreitung der Transgender-Ideologie sowie gegen jede Form staatlicher oder schulischer Frühsexualisierung. Elternrechte und das Kindeswohl haben oberste Priorität.“ (S. 72)
  • „Die Eltern sollen in der Zeit, in der die Kosten für die Kinder anfallen, nicht sozial subventioniert, sondern möglichst weitgehend steuerlich entlastet werden.“ (S. 102)

BSW

  • „Familien beim Erwerb des ersten selbstgenutzten Eigenheims von der Grunderwerbssteuer befreien.“ (S. 18)
  • „Statt endloser Debatten über Genderfragen setzen wir auf eine Politik, die sich an realen Lebenslagen orientiert.“ (S. 19)
  • „Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist der Schlüssel zur Gleichstellung. Wir wollen die freie Entscheidung von Müttern stärken, sich zweitweise mehr auf ihre berufliche Entwicklung oder auch auf ihre Mutterrolle zu konzentrieren, ohne sich durch gesellschaftlichen oder finanziellen Druck in eine der beiden Richtungen bewegen zu müssen.“ (S. 19)
  • „Wir stehen für das Recht auf reproduktive Selbstbestimmung. Die Versorgungslage beim Schwangerschaftsabbruch ist in Baden-Württemberg unzureichend. Wir wollen Anreize für Kliniken schaffen, sich an der medizinischen Versorgung zu beteiligen.“ (S. 20)
  • „Keine Smartphones und Tablets im Unterricht bis zur 4. Klasse.“ (S. 25)
  • „Gewaltbereiten Ideologien stellen wir uns genauso entschieden entgegen wie den zunehmenden Angriffen auf die Meinungsfreiheit durch Cancel-Culture, Gender-Ideologie und Konformitätsdruck.“ (S. 33)

Bündnis C

  • „Wir wollen Familien spürbar entlasten: Steuerlich durch die Weiterentwicklung des Ehegattensplittings hin zu einem Familiensplitting, das Kinder stärker berücksichtigt. Eltern sollen echte Wahlfreiheit haben. Darum setzen wir uns dafür ein, dass nicht nur außerhäusliche Betreuung, sondern auch die Erziehung der eigenen Kinder zuhause anerkannt und unterstützt wird. Ein Erziehungsgehalt kann diese Leistung würdigen – sozial abgesichert und rentenwirksam für den betreuenden Elternteil.“ (S. 4)

CDU

  • „Verpflichtendes letztes Kita-Jahr“ (S. 36)
  • „Für die private Smartphone‑Nutzung wollen wir eine landeseinheitliche Regelung entlang der Empfehlungen der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Für uns hat die private Nutzung von Smartphones im Unterricht nichts zu suchen. Für alle anderen digitalen Endgeräte setzen wir auf eine inhaltsgleiche Lösung.“ (S. 44)
  • „Familien sind für uns der Ort, an dem Menschen füreinander Verantwortung übernehmen. Sie sind die Keimzellen unserer Gesellschaft – das gilt für Ehepaare mit und ohne Kinder ebenso wie für Alleinerziehende, Patchwork- und Regenbogenfamilien.“ (S. 46)
  • „Eltern, Familien, Gesellschaft und Staat bilden eine Verantwortungsgemeinschaft in der Erziehung. Eltern prägen Werte, soziale Kompetenzen und die Entwicklung ihrer Kinder. Sie tragen die tägliche Fürsorge. Gesellschaft und Staat unterstützen sie dabei. Wir wollen die Erziehungshoheit schützen und durch Bildung, Freizeitangebote, Beratung und finanzielle Entlastung dabei helfen.“ (S. 46)
  • „Darüber hinaus setzen wir uns für eine Weiterentwicklung des Kinderfreibetrags in Richtung des Grundfreibetrags der Eltern ein. Das Ehegattensplitting wollen wir so zu einem Familiensplitting fortentwickeln.“ (S. 47)

dieBasis

  • „Wir werden die Familie stärken, dies schließt das Recht auf Elternzeit in den ersten Lebensjahren des Kindes und das Recht auf Pflegezeit mit angepasstem finanziellem Ausgleich ein. Unser Augenmerk ist auf die Kinder gerichtet. Dieses reiche Land darf sich keine Kinderarmut leisten. Insbesondere Kinder aus sozial schwachen Familien müssen zusätzlich gefördert werden. Familien und Alleinerziehende müssen finanziell so abgesichert sein, dass es ihnen, wenn sie dies wünschen, möglich ist, das eigene Kind/die eigenen Kinder in den ersten Lebensjahren zu Hause zu betreuen. Auch Häusliche Pflege muss wieder zu Hause stattfinden können, wenn Angehörige dazu bereit sind. Diese gesellschaftlich wichtigen Aufgaben müssen viel mehr Anerkennung erfahren und der finanzielle Ausgleich muss so attraktiv sein, dass er die Erwerbstätigkeit in der Erziehungs- oder Pflegezeit ausgleicht.“
  • „Die rechtliche Rolle von Familiengerichten und Jugendämtern ist neu zu bewerten.“
  • „Das Selbstbestimmungsgesetz bezüglich Geschlechtsänderungen für Jugendliche ist umgehend zu annullieren.“

Die Grünen

  • „Um alle Kinder vor ihrem Schulstart fördern zu können, führen wir als nächsten Schritt ein verbindliches und gebührenfreies letztes Kita-Jahr ein.“ (S. 27)
  • „In der Ausbildung von Lehrkräften wollen wir künftig mehr Bewusstsein für die Lebensrealitäten queerer Schüler*innen schaffen. In diesem Zusammenhang wollen wir Kompetenzen im diskriminierungsfreien Umgang mit den Belangen queerer Kinder und Jugendlicher in Unterrichtspraxis und Schulleben stärken. Gemeinsam mit Bildungsträgern aus der Community wollen wir verstärkt zu einer Schulkultur beitragen, in der sich queere Schüler*innen sicher und akzeptiert fühlen.“ (S. 31)
  • „Ungewollt Schwangere benötigen schnelle, fachliche Informationen und Beratung zu operativen und medikamentösen Abbrüchen. Sie brauchen einen gesicherten, zeitnahen Zugang zu einem Schwangerschaftsabbruch. Wir setzen uns für eine flächendeckende Versorgung ein, damit jede Person selbstbestimmt entscheiden kann. Um das Recht zur Selbstbestimmung über den eigenen Körper auch beim Thema Schwangerschaftsabbruch zu gewährleisten, setzen wir uns auf Bundesebene für die Abschaffung der Paragrafen 218 aus dem Strafgesetzbuch ein.“ (S. 63)
  • „Mit dem Aktionsplan „Für Akzeptanz und gleiche Rechte“ und dem Queeren Netzwerk BW haben wir mit über 100 Mitgliedsorganisationen in Baden-Württemberg Strukturen geschaffen, die queere Menschen schützen und ihre Sicherheit, gesellschaftliche Teilhabe und Selbstbestimmtheit garantieren sollen. Diese Strukturen wollen wir weiterentwickeln und langfristig absichern.“ (S. 73)
  • „Wir setzen uns deshalb weiterhin dafür ein, die sexuelle Identität in Artikel 3 des Grundgesetzes als Diskriminierungsverbot aufzunehmen. Familie ist da, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen. Wir wollen das Familien- und Abstammungsrecht modernisieren, damit auch Regenbogenfamilien und vielfältige Familienformen rechtlich abgesichert sind.“ (S. 74)
  • „Wir wollen, dass Frauen selbst über ihren Körper und ihr Leben bestimmen können. Wir unterstützen eine selbstbestimmte Entscheidung. Deshalb setzen wir uns – entsprechend den Zuständigkeiten und Möglichkeiten des Landes – weiter dafür ein, ein ausreichendes plurales Angebot wohnortnaher Beratungsstellen sowie ambulanter und stationärer Einrichtungen für Schwangerschaftsabbrüche zu erreichen“ (S. 74)
  • „Die Fachstelle gegen Antifeminismus und Queerfeindlichkeit werden wir daher weiter ausbauen.“ (S. 74)

Die Linke

  • „Schwangerschaftsabbrüche gehören zur medizinischen Grundversorgung: Der Zugang zu medikamentösen und operationellen Schwangerschaftsabbrüchen muss wohnortnah gewährleistet sein. Dazu muss die Durchführung eines sicheren Schwangerschaftsabbruches dringend ins Curriculum des Medizinstudiums aufgenommen und gelehrt werden.“ (S. 22)
  • „Vollständige Kostenübernahme für hormonelle und hormonfreie Verhütungsmittel durch die Krankenkasse.“ (S. 24)
  • „Bessere Förderung autonomer Projekte für Frauen-, FLINTA*- und Queerprojekte, besonders auch für Projekte für geflüchtete Frauen und FLINTA*“ (S. 50)
  • „Kostenlose Verhütungsmittel und Menstruationsprodukte in den Einrichtungen des Landes“ (S. 51)
  • „Hauptamtliche FLINTA*Beauftragte in Vollzeit mit erweiterten Kompetenzen und einem landesweiten Aufgabenprofil in den Kommunen.“ (S. 51)
  • „Dauerhaft und nicht nur als Projekt geförderte Beratungsangebote für queere Menschen und ihre Angehörigen wollen wir ausbauen.“ (S. 52)
  • „Kulturförderung: Queere Initiativen, Projekte und CSDs wollen wir verbindlich fördern. fqDer Landesaktionsplan für Akzeptanz & gleiche Rechte muss weiterentwickelt und besser finanziert werden. Schutz vor Diskriminierung: Queere Menschen und Regenbogenfamilien müssen in allen gesellschaftlichen Bereichen geschützt werden! Die stärkere finanzielle Unterstützung queerer Bildung und Aufklärung. Lehrkräfte sollen nicht weiter verpflichtet sein, die Eltern eines Kindes zu informieren, sollte es selbstbestimmt wünschen, mit einem Namen angesprochen zu werden, der nicht dem eingetragenen Namen entspricht. Lehrkräfte dürfen sich nicht über die Wünsche des Kindes hinwegsetzen.“ (S. 52)
  • „Abschaffung des Paragraf 218 StGB. Wir streben eine vollständige Streichung des Paragrafen und die Beendigung der Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen an. Stattdessen soll Beratung zu Schwangerschaftsabbrüchen möglich, legal und einfach zugänglich sein, da sie zur medizinischen Grundversorgung dazu gehören. Der Eingriff des Staates über die Körper von Schwangeren ist nicht akzeptabel. Daher werden wir als Linke Druck auf den Bundesrat ausüben und weiterhin gegen Paragraf 218 kämpfen.“ (S. 52)
  • „Gesundheitsversorgung für queere Menschen ausbauen: Beratung und psychische und soziale Begleitung von Trans*-, Inter- und nicht binären Personen, geschlechtsangleichende Leistungen und Gesundheitszentren wie zum Beispiel die der AIDS-Hilfe müssen verstärkt und ausreichend finanziert werden.“ (S. 53)
  • „Das Land soll sich im Bundesrat für die Änderung des Artikel 3 GG einsetzen mit dem Ziel, den Schutz der sexuellen Orientierung und der geschlechtlichen Identität aufzunehmen. Auch soll sich für die Anpassung des Abstammungsrechts an die gelebten Realitäten einsetzen, insbesondere für die Anerkennung der Elternschaften zweier Mütter oder Väter, trans* und inter*Eltern sowie von mehr als zwei Eltern. Queere Eltern brauchen gezielte Unterstützung bei der Kinderwunschbehandlung.“ (S. 53)

FDP

  • „Wir werden ein Landesförderprogramm zur anteiligen Kostenübernahme zur Kinderwunschbehandlung umsetzen, um die zusätzliche Bundesförderung zugänglich zu machen. In einem familienfreundlichen Baden-Württemberg dürfen Familien, die medizinische Unterstützung benötigen, um ihren Kinderwunsch zu erfüllen, nicht schlechter als in anderen Ländern gestellt sein. Wir werden uns dafür einsetzen, dass wir eine gute Versorgungssituation mit Schwangerschaftsberatungsstellen und Praxen für einen Schwangerschaftsabbruch im Land haben.“ (S. 85)

Freie Wähler

  • „Frauen in Not brauchen echte Hilfe! Schwangerschaftsabbrüche müssen in ganz Baden-Württemberg medizinisch abgesichert und wohnortnah möglich sein.“ (S. 41)
  • „Antifeminismus ist ein Angriff auf die Demokratie. Wir fordern wirksame Strategien gegen Hetze jeder Art und frauenfeindliche Narrative!“ (S. 41)

Klimaliste Baden-Württemberg

  • „Geschlechtergerechte Sprache, Unisex-Toiletten, Schutzräume für FLINTA-Personen und Aufklärung über sexuelle und geschlechtliche Vielfalt tragen zu einer Gesellschaft bei, in der alle frei leben können.“
  • „Geschlechtergerechte Medizin und das Recht auf reproduktive Selbstbestimmung müssen in allen Einrichtungen gewährleistet sein. Dazu gehört das Recht, eigenständig über Schwangerschaft, Empfängnisverhütung und Familienplanung zu entscheiden, einschließlich des Zugangs zu Abtreibungen und umfassender Beratung.“

ÖDP

  • „Die ÖDP möchte den Eltern diese Wahlmöglichkeit bieten. Deshalb ist sie für die Einführung eines sozialversicherungspflichtigen Erziehungs- und Pflegegehalts, das auch zur Finanzierung einer Fremdbetreuung nach Wahl der Familie verwendet werden kann.“ (S. 4)
  • „Die ÖDP unterstützt Eltern in ihren verfassungsmäßigen Rechten und Pflichten, die Erziehung und Bildung ihrer Kinder in der Schule verantwortungsbewusst mitzugestalten. Dazu gehört auch die Wahlfreiheit der Eltern über die Schulform. Deshalb lehnt sie die verpflichtende Ganztagsschule in allen Schularten ab. Für Familien, die diese wünschen oder benötigen, sollen Ganztagsschulplätze zur Verfügung stehen.“ (S. 4)
  • „Die ÖDP setzt sich für eine lebensfreundliche Familienpolitik ein. Dazu gehören zum einen umfassende Informationen über die Verwendung von Verhütungsmitteln. Zum anderen gehören dazu bessere Honorierung elterlicher Familienarbeit und umfassende Beratung sowie Hilfe und Unterstützung im Konfliktfall. Auf diesem Weg lässt sich die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche senken.“ (S. 13)
  • „Start einer Bundesratsinitiative zur Einführung eines bundesweiten dreijährigen steuer- und sozialversicherungspflichtigen Erziehungsgehalts auf Bundesebene. Bis zu dessen Einführung Zahlung eines monatlichen Landeserziehungsgeldes an die selbst erziehenden Eltern, das den Kosten eines öffentlichen Krippenplatzes pro Kind und Monat entspricht, wobei das vom Bund im ersten Jahr gezahlte Elterngeld angerechnet wird. Eine halbtägige Kindergartenpflicht im Jahr vor dem Schuleintritt zur Förderung von Kompetenzen – vor allem in der Sprachentwicklung und beim Sozialverhalten.“ (S. 14)

Partei des Fortschritts

  • „Landeserziehungsgeldes als Ergänzung zum Bundeselterngeld – ein Familienbonus für Baden-Württemberg. Erhöhung der Kinderfreibeträge bzw. zusätzliche Steuerreduzierung ab dem zweiten Kind, um Familien mit mehreren Kindern gezielt zu entlasten.“ (S. 17)

SPD

  • „Das letzte Kita-Jahr machen wir verpflichtend – als gemeinsame Vorbereitung auf die Schule.“ (S. 13)
  • „Wir stärken das Selbstbestimmungsrecht von Frauen und die Versorgungssicherheit bei Schwangerschaftsabbrüchen. Kostenfreie Schwangerschaftsabbrüche gehören zur Grundversorgung. Diese müssen Teil der ärztlichen Aus- und Weiterbildung sein. Wir stellen sicher, dass es überall im Land Zugang zu Beratung gibt, die zukünftig auch online möglich sein soll. Außerdem gewährleisten wir, dass in jedem Teil Baden-Württembergs in zumutbarer Entfernung eine Abtreibung möglich ist. Eine angemessene flächendeckende Versorgung machen wir zum Gegenstand einer verbindlichen Landeskrankenhausplanung. Wir werden eine landesweite Informationsplattform zu Angeboten von Schwangerschaftsabbrüchen einrichten.“ (S. 28)
  • „Den Aktionsplan „Für Akzeptanz und gleiche Rechte“ sichern wir durch ein Landesgesetz ab. Das Netzwerk LSBTTIQ wollen wir in Zukunft strukturell finanzieren. Wir setzen eine:n Queerbeauftragte:n auf Landesebene ein.“ (S. 28)
  • „Queere Kinder und Jugendliche oder Kinder aus Regenbogenfamilien erleben im Schulalltag teilweise Diskriminierung und Gewalt. Das muss sich ändern. Dazu machen wir vorhandene Vorgaben im Bildungsplan verbindlicher. Ziel ist es zudem, Lehrkräfte in diesem Bereich besser aus- und fortzubilden.“ (S. 28)

Tierschutzpartei

  • „Queere Menschen sind ein normaler Teil unserer Gesellschaft, doch Diskriminierung und Gewalt sind Alltag – das nehmen wir als Queerschutzpartei nicht schweigend hin! Wir wollen:
    • Eine klare Kategorisierung und Erfassung queerfeindlicher Straftaten
    • Beratungs- und Schutzstellen in allen Regionen ausbauen
    • Förderung queerer Kultur und Jugendzentren
    • Sensibilisierung in Schulen und Verwaltung
    • Landesweite Kampagnen gegen Hass und Ausgrenzungen
    • Vernetzungsangebote für die Community schaffen
    • inkludierende Sprache verwenden und fördern
    • den Landesaktionsplan “Für Akzeptanz & gleiche Rechte” langfristig absichern
    • Lebensrealitäten in Bildungsplänen verankern
    • Schutz von queeren Geflüchteten ausweiten
    • Gesellschaftliche Diversität nicht nur auf unserer Liste, sondern auch bei der Besetzung anderer vertretenden Gremien beachten“ (S. 15)

Volt

  • „Wir fordern den Ausbau von queeren Beratungs- und Anlaufstellen in allen Regionen, insbesondere im ländlichen Raum, damit Unterstützung wohnortnah erreichbar ist. Polizei, Justiz und medizinisches Personal erhalten Sensibilisierungsschulungen, um den Bedürfnissen queerer Menschen gerecht zu werden. Gesundheitspersonal in allen Bereichen muss geschult werden, um Berührungsängste abzubauen und medizinische Versorgung sicher und inklusiv durchzuführen.“ (S. 116)
  • „Wir können Schulen zu sicheren Orten machen, in denen Lehrkräfte sensibilisiert sind und in denen queere Schüler:innen sich entfalten und ihre Identitätsfindung stärken können. Wir setzen uns für eine Förderung von Kultur- und Sichtbarkeitsprojekten ein, um das queere Leben in allen Lebensbereichen, auch über Schulen hinaus, sichtbarer zu machen. Eine Grundbildung zu queeren Lebensrealitäten muss im Lehrplan verankert werden. Dabei müssen insbesondere alle Dimensionen grundsätzlich dargestellt werden. Es geht also nicht darum, dass Schüler:innen alle Begriffe der queeren Kultur auswendig lernen. Stattdessen sollen junge Menschen, die grundsätzlich keine Anziehung empfinden, wissen, dass Asexualität und aromantisches Leben normal sind Menschen, die sich zu mehreren Personen hingezogen fühlen, müssen lernen, was polyamores Leben ist und dass sie sich für eine konsensuale Beziehungsform entscheiden können. Und Schüler:innen müssen vermittelt bekommen, dass intergeschlechtliches Leben ein normaler Teil unserer Gesellschaft ist. Des Weiteren ist es vonnöten, dass es weitere Landesförderungen für queere Jugendzentren und Safe-Spaces gibt. Und letztendlich müssen Lehrkräfte und Schüler:innen zum Thema queeres Leben sensibilisiert werden.“ (S. 116f)
  • „Wir machen uns für ein Landesantidiskriminierungsgesetz stark, das queere Menschen vor Benachteiligung durch Behörden schützt und eine klare Beschwerdestelle vorsieht. Des Weiteren soll das Bundesland bei der Umsetzung des Selbstbestimmungsgesetzes aktiv begleiten: Standesämter werden geschult, Verfahren vereinfacht und Angestellte sensibilisiert. Wir fordern, dass queere GeHüchtete in sicheren Unterkünften untergebracht werden und Zugang zu spezialisierten Beratungsstellen erhalten. Das Land soll zudem die Beratung von Regenbogenfamilien stärken und deren rechtliche, sowie soziale Anerkennung fördern.“ (S. 117)

WerteUnion

  • „Stopp der Ideologisierung in Verwaltung und Medien: Keine Gender – und Diversitätstrainings auf Kosten der Steuerzahler. Förderung von Aufklärung über real existierende Integrationsprobleme statt Schönfärberei.“ (S. 10)
  • „Sexualaufklärung soll altersgerecht sein; Frühsexualisierung und ideologische Beeinflussung sind abzulehnen.“ (S. 13)
  • „Verhinderung „woker“ Sprachpolitik: Keine verpflichtende Gendersprache in wissenschaftlichen Arbeiten oder Lehrmaterialien. Klare Trennung zwischen Sprache als Kommunikationsmittel und ideologischer Belehrung.“
  • „Anerkennung der klassischen Familie als Leitbild: Vater, Mutter, Kinder – dieses Modell bleibt auch künftig politisch und gesellschaftlich förderwürdig. Vielfalt darf nicht zur Verdrängung des Regelfalls führen.“ (S. 22)
  • „Wahlfreiheit statt Betreuungsideologie: Keine strukturelle Bevorzugung von Krippenplätzen gegenüber elterlicher Erziehungsarbeit. Eltern, die selbst betreuen, sollen dieselbe Anerkennung und finanzielle Förderung erfahren .“ (S. 22)
  • „Stärkung von Elternrechten in Schule und Kita: Eltern sollen wieder als gleichberechtigte Partner in der Erziehung anerkannt werden – nicht als Störfaktoren staatlicher Bildungsziele.“ (S. 23)
  • „Kinderschutz statt Frühsexualisierung: Gegen sexualpädagogische Programme, die das natürliche Schamempfinden verletzen oder ideologische Botschaften vermitteln. Kindergärten und Grundschulen sollen geschützte Räume sein.“ (S. 23)