Nach dem „Pornoskandal“ an einer Oberschule im sächsischen Schleife gibt es nun einen weiteren Skandal um den Präventionsfilm „Gefangen im Netz“ im südlich von Schleife gelegenen Görlitz, wie die Achse des Guten berichtete. Im ersten Fall wurden Neuntklässlern pornografische Fotos von zwei Männern beim Geschlechtsakt gezeigt – „aus Versehen“, wie die lahme Ausrede der für den Workshop Verantwortlichen der „Sozialistischen Jugend Deutschlands. Die Falken“ zu Protokoll gaben. Im zweiten Fall wurden Siebtklässlern zur „Prävention“ verpixelte aber geräuschvolle, verstörende Masturbationsszenen zugemutet.
Wer immer noch meint, hier handele es sich um zwei bedauerliche Einzelfälle von übergriffiger Sexualerziehung, muss sich eines Besseren belehren lassen. Wie DemoFürAlle erfuhr, kam es auch an einem sächsischen Gymnasium in der Nähe von Dresden im vergangenen Jahr zu einem Vorfall, bei dem nicht altersangemessenes Lehrmaterial mit explizit sexuellem Bezug zum Einsatz kam. Schüler einer siebten Klasse, also 13-Jährige, mussten im Deutschunterricht das Buch „Wie mir der Wahnsinn die Welt erklärte“ von Dita Zipfel als Pflichtlektüre lesen.
„Dita Zipfel erzählt von einer herrlich unerschrockenen Heldin und dem Mut, anders zu sein“, wird das Buch vom Hanser Verlag angepriesen. Unsere kurze Inhaltsangabe lässt Zweifel aufkommen, ob dieses Buch auf die Zustimmung vieler Eltern stößt: Nach ihrer gescheiterten lesbischen Beziehung mit Bernie hat sich die Mutter der 13-jährigen Protagonistin Lucie und ihres 11-jährigen Bruders Janni nun mit Michi eingelassen. Dieser zieht auch prompt bei ihnen ein und fällt vor allem durch sein übergriffiges Verhalten gegenüber den Kindern auf. Lucie erträgt die Situation zu Hause nicht und möchte Geld verdienen, um zu ihrer Ersatzmutter Bernie zu ziehen. Dafür nimmt sie einen Hundesitterjob bei Herrn Klinge an, einem alten durchgeknallten Psychopathen mit Verfolgungswahn, ohne Gespür für (auch körperliche) Distanz und einem Hang zu Gewalttätigkeit.
Die ganze Geschichte basiert auf kaputten zwischenmenschlichen und verkorksten Liebesbeziehungen, wobei Männer durchgängig als Versager und Eltern als verantwortungslos und mit ihrer Rolle überfordert dargestellt werden. Das mit dem Deutschen Jugendbuchpreis 2020 ausgezeichnete Buch ist durchzogen von promiskuitiven Lebensweisen, der ständigen Thematisierung von Sexualität sowie pornografisch anmutenden Zeichnungen und Fäkalsprache. Besonders perfide ist die unterschwellig propagierte „Transidentität“. Herr Klinge, Lucies neue Bezugsperson, gibt ihr mit auf den Weg: „Pah! nur Idioten behalten den Namen, den irgendwelche Leute sich ausgedacht haben“, raunzt es aus dem Wohnzimmer. (…) Dein Name ist eine Kette, die dir nach der Geburt angelegt wird, damit du dich ausschließlich nur in dem Radius bewegen kannst, den diese Kette zulässt, Mädchen! Minimal länger als die Nabelschnur, an der du gerade noch hingst. Das bist nicht du. Spreng die Kette! Finde deinen eigenen Namen! Wenn du das nicht verstehst, kann ich dir auch nicht helfen“.
Vor allem aber dürfte die folgende Passage eine Zumutung für alle Eltern sein, die ihre Kinder im christlichen Glauben erziehen: „Warum ist es eigentlich nicht wahnsinnig, daran zu glauben, dass ein Geist, der aussieht wie ein dünner, bekiffter Opa im Nachthemd, die ganze Welt gemacht hat? In sieben Tagen, logisch. Es ist doch völlig durchgedreht, dass in einer Frau, einer Jungfrau, die noch nie einen Mann nackt gesehen hat, einfach so – PLOPP – ein Kind entsteht. … Aber nö, da ist man gläubig, nicht wahnsinnig, wenn man den Quatsch rausposaunt“.
Es stellt sich die Frage, warum im Deutschunterricht gerade dieses Buch gelesen werden muss, das nicht einmal zu den Lektüreempfehlungen des Sächsischen Bildungsinstituts für die 7. Klasse gehört. Die Antwort drängt sich förmlich auf: Hier wird eine bestimmte Ideologie verfolgt, mittels der möglicherweise in ihrer Pubertät verunsicherten 13-Jährigen „vielfältige Lebensweisen“ schmackhaft gemacht werden sollen.
Die bislang bekannten Fälle von übergriffiger Sexualerziehung in Sachsen stehen exemplarisch für eine deutschlandweite Entwicklung, vor der DemoFürAlle seit langem warnt: Ungeachtet anderslautender Bestimmungen in den Verfassungen und Schulgesetzen der Länder, wonach den Eltern das oberste, grundgesetzlich geschützte Recht auf Erziehung ihrer Kinder zusteht, hebelt der Staat die Erziehungshoheit der Eltern auch für den intimsten Bereich des Menschen, der Sexualität, aus und maßt sich eine Erziehung nach Inhalten an, die oftmals in krassem Widerspruch zu den in vielen Familien gelebten Wertvorstellungen stehen. Diese Praxis muss sofort ein Ende haben und die schulische Sexualerziehung auf ein gesundes Maß an nötiger Aufklärung zurückgeführt werden!
