Doku über Kentler verharmlost dessen Sexualpädagogik

Seit der Veröffentlichung der letzten Studie über den Kinderschänder-Pädagogen Helmut Kentler herrschte knapp zwei Jahre lang mediale Funkstille. Vergangene Woche veröffentlichte nun der öffentlich-rechtliche Sender 3sat einen Dokumentarfilm über das pädokriminelle Kentler-Experiment in Berlin.

Zunächst ist positiv zu bewerten, daß sich große Medien mit Kentler befassen. Die Doku befragt u.a. den Betroffenen „Marco“ und veranschaulicht durch zahlreiche Ausschnitte aus Fernsehsendungen, wie präsent Kentler in den Medien war. Jedoch fördert die Doku keine neuen Erkenntnisse zutage. Die Journalisten verpassen die Chance, Druck auf die Berliner Senatsverwaltung auszuüben, die viele wichtige Anfragen zu den Verantwortlichen ihnen nicht beantwortet hat.

Kentler-Schüler Sielert wird nicht hinterfragt

Katastrophal ist dann allerdings, daß die Doku unterschlägt, daß Kentlers pädophil motivierte Ideen vom „Kind als sexuelles Wesen“ etc. bis heute fälschlicherweise als „wissenschaftlicher Standard“ in sexualpädagogischen Konzepten von Schulen und Kitas beschrieben und angewandt werden.

Ausgerechnet Uwe Sielert darf in der Doku zu Wort kommen, der nicht nur eng mit Kentler befreundet war, sondern der die Kentler-Pädagogik fortentwickelt und erst flächendeckend verbreitet hat, ohne daß dies mit einem einzigen Wort kritisch hinterfragt wird!  Ein Erziehungswissenschaftler zieht sogar noch das Fazit, Kentler habe, „indem er die Sexualpädagogik ein Stück weit nach vorne gebracht hat, auch für bestimmte gute Momente gesorgt“.

Kentlers „Experiment“ und Pädagogik gehören zusammen

Dieser Falschbehauptung ist entschieden zu widersprechen! Hier gerät die 3sat-Doku regelrecht zur Antithese unserer großen DemoFürAlle-Doku über Kentler. Ja, es drängt sich sogar der Verdacht auf, mit der 3sat-Doku solle womöglich die derzeit immer stärker unter Beschuß geratende übergriffige Sexualpädagogik von Kentlers Verbrechen abgetrennt werden. 

Die Journalistin Nina Apin resümiert jedenfalls: „Dass am Ende noch die ‚vielen guten Momente‘ gewürdigt werden, die Helmut Kentler – trotz allem – der deutschen Sexualpädagogik beschert habe, ist unverständlich und schadet dem gesamten Film.“

Dieser blinde Fleck „Sexualpädagogik“ zieht sich wie ein roter Faden durch die Kentler-Berichterstattung vieler Medien und trifft auch auf die neue Podcast-Reihe der „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ zu, die wir ausführlich analysiert haben.

Jetzt zum DemoFürAlle-Symposium anmelden!

Im Gegensatz dazu arbeiten wir Kentlers Einfluß kompromisslos auf: Auf unserem DemoFürAlle-Symposium „Kentler · Kinder · Kirche: ‚Sexuelle Bildung‘ in kirchlichen Schulen und Kitas“ am 11. April im Raum Kassel zeigen wir auf, wie sein vergiftetes Erbe sogar in kirchliche Einrichtungen eindringen konnte.

Melden Sie sich bitte noch heute zu diesem wichtigen Symposium an und teilen Sie den Link in all Ihren Chatgruppen und Sozialen Netzwerken.