Sachsen-Anhalt: Was planen die Parteien für Familien?

Am 6. September wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Die ganze Republik blickt gebannt nach Magdeburg. In den Schlagzeilen geht es um alle möglichen Themen, nur was die Parteien für die Familien im Land planen, kommt darin kaum vor.

Deshalb haben wir für Sie die Wahlprogramme durchgearbeitet und die wichtigsten familien- und bildungspolitischen Aussagen mit Fundstelle herausgeschrieben. Hier sind einige Beispiele:

  • Kita und Schule: Die AfD will „alle staatlichen Kampagnen und Programme einstellen, die Kinder vor der Pubertät mit sexuellen Themen konfrontieren“. Beim BSW heißt es, staatliche und kommunale Einrichtungen dürften „keine ideologischen Konzepte zu Themen wie Geschlecht, Sexualität oder Identität gegen den Willen der Eltern einführen oder fördern“. Die CDU sagt dazu nichts. Grüne, Linke und SPD wollen die Projekte weiter mit Landesmitteln fördern.
  • Elternrecht: Das BSW nennt Erziehung und Wertevermittlung „in erster Linie Aufgabe der Eltern und Erziehungsberechtigten“. Die CDU nennt die Eltern die, „die in erster Linie für das Wohl ihrer Kinder verantwortlich sind“. Die AfD will Elternrechte in die Landesverfassung und statt der Schulpflicht eine Bildungspflicht. Grüne, Linke und SPD setzen auf den Ausbau staatlicher Betreuungsangebote.
  • „Sexuelle Identität“ ins Grundgesetz: Grüne, Linke und SPD wollen dieses Merkmal in Artikel 3 aufnehmen. AfD und BSW lehnen das ab. Die CDU sagt dazu nichts.
  • Familienbild: Die AfD will den „Schutz und die Sonderstellung der Familie aus Vater, Mutter und Kindern“ im Landesrecht beibehalten. Die CDU will die Familie fördern, „unabhängig davon, in welcher Form sie gelebt wird“. Grüne, Linke und SPD stellen die vermeintliche Vielfalt der Familienformen in den Mittelpunkt, das BSW äußert sich nicht.
  • Lebensschutz: Die AfD will Abtreibung im Strafrecht halten und Schwangeren in der Beratung eine Ultraschalluntersuchung anbieten. BSW, SPD, Grüne und Linke wollen Abtreibung legalisieren. Die CDU legt sich nicht fest.

Alle familienpolitischen Auszüge aus den Wahlprogrammen im Wortlaut haben wir hier für Sie zusammengestellt. Bitte teilen Sie den Beitrag in Ihren Chatgruppen und Netzwerken.

Zusätzlich haben wir erstmals einen Famil-O-Mat gebaut. Zu zwölf kontroversen Thesen der verschiedenen politischen Strömungen können Sie in wenigen Minuten ihre Haltung ankreuzen. Danach sehen Sie, mit welchen Parteien Sie übereinstimmen inklusive dem wörtlichen Zitat zu jeder Position. Eine Wahlempfehlung geben wir als überparteiliche Organisation nicht ab.

Machen Sie den Famil-O-Mat und schicken Sie ihn weiter. Je mehr Eltern und Großeltern wissen, was in den Programmen steht, desto weniger läßt sich Familienpolitik auch nach der Wahl übergehen.

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